Milchgeld – ein Roman, der nachwirkt
Manchmal sind es die stillen Dörfer, die die lautesten Geheimnisse hüten. Volker Klüpfel und Michael Kobr schicken ihren grantig-liebenswerten Kommissar Kluftinger in einen Fall, der tief unter die glänzende Oberfläche des Allgäus blicken lässt. Milchgeld ist mehr als ein klassischer Regionalkrimi – hier wird’s unbequem, und zwar so richtig.
➤ Wenn dir Milchgeld gefallen hat, solltest du auch die anderen Kluftinger-Fälle von Klüpfel erkunden.
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Worum geht es?
Ein Lebensmittelchemiker wird brutal ermordet. Für Kommissar Kluftinger zunächst ein Fall wie jeder andere – wenn auch mit der gewohnten Portion Widerwillen gegen alles, was seine Kässpatzenwelt durcheinanderbringt. Doch schnell wird klar: Hier geht’s um mehr als nur einen Mord. Die Ermittlungen führen mitten in die idyllische Milchwirtschaft des Allgäus, wo Tradition und Fortschritt aufeinanderprallen. Was der mürrische Kommissar aufdeckt, lässt die heile Welt der Region bröckeln wie alten Bergkäse: ein Skandal, der zeigt, dass hinter den malerischen Kuhweiden knallharte wirtschaftliche Interessen stehen. Plötzlich wird aus Heimatkrimi bitterer Ernst, und Kluftinger muss erkennen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – auch wenn’s aus dem Allgäu kommt.
Schreibstil
Klüpfel und Kobr schaffen den Spagat zwischen Spannung und Humor mit Bravour. Kluftinger ist wie immer ein herrlich menschlicher Ermittler – stur, eigen, aber mit einem Herz, das am rechten Fleck sitzt. Die Autoren verzichten auf Hochglanzpolieren und lassen die Geschichte genau dort kratzen, wo’s wehtut. Die Beschreibungen des Allgäus sind atmosphärisch dicht, ohne ins Kitschige abzudriften. Und während Kluftinger sich durch Verhöre und Verdächtige kämpft, blitzt immer wieder diese typische Mischung aus Lokalkolorit und Sozialkritik auf. Der Plot entwickelt sich straff, ohne unnötige Umwege – hier wird nicht rumlamentiert, hier wird ermittelt.
Für wen geeignet?
Milchgeld ist perfekt für alle, die ihre Krimis gerne mit Substanz mögen. Wer Regionalkrimis liebt, aber keine Lust auf reine Folklore hat, ist hier goldrichtig. Kluftinger-Fans sowieso, aber auch Neueinsteiger finden schnell Zugang zu dem kauzigen Kommissar. Besonders interessant für Leser, die gerne über den Tellerrand schauen und sich fragen, was eigentlich hinter den Kulissen unserer Lebensmittelindustrie passiert. Wer allerdings nur Entspannung und heile Welt sucht, könnte hier angenehm verstört werden – im besten Sinne.
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