Wenn der Kirchgang zur tödlichen Bedrohung wird
Nichts ist friedlicher als ein Sonntagsspaziergang zur Kirche – zumindest sollte man das meinen. Doch wer Kommissar Kluftinger kennt, weiß: Selbst mit Enkelbaby im Arm ist der Allgäuer Ermittler nie weit von seinem nächsten Fall entfernt. Was mit stolzem Opa-Glück beginnt, mündet schnell in blankes Entsetzen. Denn auf dem Friedhof wartet ein frisch aufgeschüttetes Grab mit seinem Namen darauf. Volker Klüpfel und Michael Kobr schicken ihren knorrigen Kommissar erneut in ein mörderisches Abenteuer – und diesmal wird’s verdammt persönlich.
Worum geht es?
Kluftinger schwebt auf Wolke sieben. Endlich Großvater! Die kleine Enkeltochter hat sein Herz im Sturm erobert. Doch die Familienidylle bekommt Risse, als er nach dem Gottesdienst auf dem Friedhof auf eine Menschenansammlung stößt. Die Leute starren auf ein frisches Grab – mit einem Holzkreuz, auf dem sein eigener Name prangt. Eine klare Botschaft: Jemand will ihn tot sehen.
Was zunächst wie ein schlechter Scherz wirkt, entwickelt sich rasch zur ernsten Bedrohung. Während Kluftinger versucht herauszufinden, wer ihm ans Leder will, muss er gleichzeitig lernen, Opa-Pflichten und Polizeiarbeit unter einen Hut zu bringen. Alte Fälle werden aufgewühlt, Feinde aus der Vergangenheit tauchen wieder auf, und plötzlich ist nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Familie in Gefahr.
Schreibstil
Klüpfel und Kobr beherrschen die Balance zwischen Krimi-Spannung und Allgäuer Gemütlichkeit wie kein zweites Autorenduo. Ihr Schreibstil ist locker, bildhaft und gespickt mit regionalem Charme, ohne ins Klischee abzurutschen. Die Dialoge sprühen vor Witz, besonders wenn Kluftinger mit seiner Erika aneinandergerät oder seine Kollegen ihn aufziehen.
Trotz humorvoller Momente bleibt der Thriller-Aspekt präsent. Die Bedrohung ist real, die Spannung steigt kontinuierlich. Das Autorenpaar versteht es, ernste Töne anzuschlagen, ohne dabei den liebenswerten Charakter ihrer Figuren zu verlieren. Das Allgäu wird atmosphärisch dicht beschrieben – man riecht förmlich die Bergluft und hört das Glockengeläut.
➤ Das Autorenpaar Klüpfel und Kobr hat mit weiteren Abenteuern von Kluftinger erneut einen fesselnden Krimi geschaffen.
➤ Das Autorenpaar Klüpfel und Kobr hat mit weitere Abenteuer von Kluftinger erneut einen fesselnden Krimi geschaffen.
Für wen geeignet?
Dieser Regionalkrimi ist ein Fest für alle Kluftinger-Fans, die den eigensinnigen Kommissar über die Jahre liebgewonnen haben. Wer bayerisches Lebensgefühl, sympathische Ermittler mit Ecken und Kanten und solide Spannung schätzt, liegt hier goldrichtig.
Neueinsteiger kommen problemlos mit, auch wenn Stammleser die ein oder andere Anspielung mehr genießen werden. Perfekt für alle, die Rita Falk oder Jörg Maurer mögen – aber auch für Leser, die fernab von Großstadt-Thrill bodenständige Krimis mit Herz suchen.
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Würdest du einen bayerischen Krimi lesen, in dem der Kommissar frischgebackener Opa ist?
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