Wenn Ende gut, dann alles – Volker Klüpfel geht solo
„Halt an, Tommi! Kind ist ganz nass bei diese scheußliche Wetter, muss sich doch kümmern jemand.“ Mit diesen Worten – und einer energischen Geste Richtung Waldrand – beginnt nicht nur ein neuer Fall, sondern auch eine vielversprechende Krimi-Reihe. Volker Klüpfel, bekannt als eine Hälfte des Kluftinger-Autorenduos, wagt sich allein aufs Parkett. Und das Ergebnis? Kann sich sehen lassen.
Worum geht es?
Svetlana, russische Einwanderin mit Faible für Dostojewski und Agatha Christie, entdeckt bei miesem Wetter ein durchnässtes Kind am Straßenrand. Zusammen mit dem etwas begriffsstutzigeren Tommi nimmt sie sich der Sache an – und stolpert prompt in einen Fall, der es in sich hat. Was zunächst nach einer simplen Hilfsaktion aussieht, entpuppt sich als Auftakt zu einem Kriminalfall mit überraschenden Wendungen.
Die Konstellation der beiden Protagonisten funktioniert prächtig: Svetlana mit ihrem charmanten Akzent und ihrer messerscharfen Beobachtungsgabe gibt den Ton an, während Tommi eher als loyaler Sidekick fungiert. Ihre Ermittlungen führen durch die Region, und Klüpfel nutzt die Gelegenheit, lokales Kolorit mit kriminalistischem Gespür zu verbinden. Dabei bleibt der Plot stets nachvollziehbar, ohne zu simpel zu werden – genau die richtige Balance für einen Regionalkrimi.
Schreibstil
Klüpfel beweist, dass er auch solo das Handwerk beherrscht. Sein Schreibstil ist warmherzig und zugänglich, gespickt mit feinem Humor, der nie aufgesetzt wirkt. Besonders Svetlanas Sprachfärbung hätte schnell ins Klischee abdriften können, doch der Autor findet den richtigen Ton: authentisch genug, um Charakter zu zeigen, nie so übertrieben, dass es nervt.
Die Dialoge sprühen vor Leben, und man merkt dem Buch an, dass hier jemand Menschen beobachtet und ihre Eigenheiten liebevoll einfängt. Das Tempo stimmt, die Wendungen überraschen, ohne konstruiert zu wirken. Wer Kluftinger kennt, findet hier eine verwandte DNA – aber definitiv keine Kopie.
Für wen geeignet?
Dieser Krimi ist wie gemacht für Fans von Regionalkrimis mit Herz. Wer es schätzt, wenn Charaktere mehr sind als bloße Ermittlermaschinen, wird hier fündig. Svetlana ist eine Protagonistin, die im Kopf bleibt – eigenwillig, klug und mit einer Lebensgeschichte, die neugierig auf mehr macht.
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Perfekt für gemütliche Leseabende, wenn draußen das Wetter so scheußlich ist wie zu Beginn der Geschichte. Keine harten Thriller-Schocks, sondern solide Spannung mit Wohlfühlfaktor.
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