Schutzpatron von Volker Klüpfel – Wenn Heimat zur Bedrohung wird
Eine Leiche, eine verschwundene Reliquie – Kommissar Kluftinger ermittelt im Allgäu, und diesmal geht es um mehr als nur einen Mord. Es geht um Geschichte, Glaube und die Frage: Wie weit geht man für sein Allgäu?
Worum geht es?
Kommissar Kluftinger hat eigentlich schon genug am Hals. Der Mord an einer alten Frau gibt ihm Rätsel auf, die Spuren führen ins Nichts. Doch dann kommt noch eine heikle Zusatzaufgabe: Die sterblichen Überreste des Heiligen Magnus, Schutzpatron des Allgäu, kehren nach einer internationalen Ausstellungstour zurück – und Kluftinger soll persönlich für deren Sicherheit sorgen. Eine Reliquie von unschätzbarem Wert, die für die Region mehr ist als nur ein historisches Artefakt.
Natürlich läuft nichts nach Plan. Kaum ist der heilige Magnus zurück im Allgäu, überschlagen sich die Ereignisse. Plötzlich verweben sich der Mordfall und die Reliquie auf eine Weise, die Kluftinger anfangs nicht für möglich gehalten hätte. Religiöser Eifer, regionale Identität und kriminelle Energie prallen aufeinander. Und mittendrin: unser bodenständiger Kommissar, der zwischen Tradition und Verbrechen navigieren muss.
Schreibstil
Klüpfel und Kobr – das Autorenduo hinter Kluftinger – schaffen es auch im „Schutzpatron“ wieder meisterhaft, Spannung mit Allgäuer Schmäh zu verbinden. Der Stil ist flüssig, die Dialoge authentisch und oft herrlich komisch. Kluftinger bleibt sich treu: ein bisschen grantig, manchmal überfordert von der Moderne, aber mit einem goldenen Herzen und scharfem Verstand.
Die Regionalität wird nie aufgesetzt. Man riecht förmlich die Berge, hört den Dialekt und kennt plötzlich jeden Winkel von Altusried bis Kempten. Dabei bleibt die Geschichte nie stehen – die Spannung steigt kontinuierlich, ohne dass der Humor auf der Strecke bleibt. Eine Gratwanderung, die selten so gut gelingt.
➤ Die Regionalität wird nie aufgesetzt – ähnlich wie bei anderen empfehlenswerten Cozy Crime-Romanen in den Alpen, die das alpine Setting authentisch nutzen.
Für wen geeignet?
Dieser Krimi ist wie für Kluftinger-Fans gemacht – aber auch Neueinsteiger finden schnell den Einstieg. Wer Regionalkrimis schätzt, die mehr sind als nur Lokalkolorit, ist hier goldrichtig. Die Mischung aus Tradition, Religion und modernem Verbrechen bietet genug Tiefe, ohne schwerfällig zu werden.
Perfekt für alle, die ihre Krimis gern mit einer ordentlichen Portion Heimat serviert bekommen – aber bitte ohne Kitsch. Und für jeden, der schon immer wissen wollte, was passiert, wenn ein bodenständiger Kommissar auf heilige Knochen trifft.
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